Mühle

Eine Mühle ist im 21. Jhdt. ein Ort der Vergangenheit, ein Ort mit Tradition, sei es als Schleif-, Säge- oder Mahlmühle.

Jede Mühle sicherte für Jahrhunderte zentrale Infrastruktur der Siedlungen im ländlichen Raum, die Grundversorgung aus Erneuerbarer Energie, aus Wasser, in anderen Regionen aus Wind.

Die Mühle in Himmelpfort dürfte in ihren Ursprüngen annähernd so alt sein wie der Ort selbst. Bald nach der Gründung des Klosterstandorts Porta Coeli im Jahr 1299 begann auch in Himmelpfort die Geschichte der Wasserkraft – als Einnahmequelle für die Mönche.

 

Mühle

Mühlrad

 

Von Lychen im Osten schlängelt sich die Woblitz durch ein idyllisches Bett und teilt sich am Haussee in drei Arme: Das – brandenburgtypisch sogenannte – Mühlenfliess spielt dabei die entscheidende Rolle für die Regulierung der Wassermenge, die Richtung Stolpsee und Havel, 100 km bis Berlin, gut 250 km bis zur Elbe und weiter bis zur Nordsee fließt. Als Nebenarm der Havel ist das Mühlenfliess Bundeswasserstrasse – wohl eine der schmalsten: 4 m Bettbreite, ein knapper Kubikmeter Wasser/Sekunde und 1,4 m Gefälle.

Die Himmelpforter Mühle ist bis heute Standort eines Wehrs, eines mit zwei unabhängig voneinander zu steuernden Klappen ausgestattetes Quer-Bauwerks. Seit Jahrzehnten ist es für Fische unpassierbar. In Jahrzehnten hat die Natur hier ein Idyll geschaffen, das für Wasservögel Brut- und Futterplatz ist, im Winter die weithin einzige Stelle, die wg der Strömung nicht zufriert.

 

 

Mühle

Mühlenfließ

 

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